Stellungnahme

Stellungnahme

zum Vorfall vom 13.12.2017

Wir, die Ernst-Reuter-Schule, sind als Schulgemeinschaft u.a. unserem Grundgesetz, der Menschenrechtsbildung, dem interreligiösen Dialog und dem „Diversity-Mainstreaming“ verpflichtet.

Wir verstehen unsere Arbeit als Teil eines Prozesses, der auch in der Gesellschaft außerhalb von Schule verortet ist.

Mit Betroffenheit und in klarer Ablehnung müssen wir mitteilen, dass es in der letzten Woche in unserer Schule zu einem antisemitischen Vorfall gekommen ist, bei dem ein Schüler unserer Schule Diskriminierungen erleben musste.

Der Vorfall, der sich im Rahmen einer Auseinandersetzung um den Nahostkonflikt zutrug, zeigt für uns eine antisemitische, juden- und israelfeindliche Haltung, auf die wir entsprechend reagiert haben und weiter reagieren werden.

Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen stellen wir uns entschieden entgegen. Wir reagieren auf diesen Vorfall sowohl mit kurzfristigen Maßnahmen, wie z.B. dem Opferschutz, werden aber auch mittel- und  langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung arbeiten und uns als Lehrer*innen und Schüler*innen fort- und weiterbilden.

Die Schule hat u.a. folgende Maßnahmen bereits ergriffen bzw. in Planung:

  • Herstellen von Transparenz in der Schulöffentlichkeit
  • Schutz des Opfers durch Gesprächsangebote und Vermittlung von Unterstützungsmaßnahmen, z.B. Kontakt zum Kompetenzzentrum für Empowerment und Prävention ZWST
  • Prüfung aller schulischen und schulrechtlichen Maßnahmen
  • Entsprechend dem Schulinternen Curriculum Fortsetzung und Vertiefung der Fort- und Weiterbildung für Lehrer*innen und Schüler*innen

Wir dulden als Ernst-Reuter-Schule keine Form von Diskriminierung, egal gegen wen.
Unser Leitbild verpflichtet uns zu einem toleranten und wertschätzenden Miteinander.

A. Huth (Schulleiter)
20.12.2017
P.S. Über weitere Schritte informieren wir zeitnah an dieser Stelle.