Black Lives Matter

Schülerbericht

Schülerbericht

Veranstaltung zur Rassismusprävention

Persönlicher Bericht von Mohamed Abdelkarim (12. Jg) über das Treffen mit den Aktivist*innen von Black Lives Matter (USA) an der Ernst-Reuter-Oberschule Berlin (4. September 2018)

Am 4. September 2018 hatten wir die Chance Menschen der Bewegung von Black Lives Matter aus den USA persönlich zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie wurden von unserer Lehrerin Frau Özarslan und der Friedrich Ebert Stiftung eingeladen. Black Lives Matter ist eine Bewegung aus den USA, die sich gegen Polizeigewalt gegen Schwarze und für eine gerechte und rassismusfreie Gesellschaft einsetzt.

Unsere sechs Gäste waren die Aktivist*innen: Blair Imani, Monica Cruz, Kwame Rose, Rick Leandry, Asheba Edghill und Rana Abdelhamid. Sie haben unsere Fragen zum Rassismus in den USA beantwortet und ihre Erfahrungen und persönlichen Geschichten mit uns geteilt.

Mich persönlich hat die Geschichte von Rick Leandry sehr berührt: Er wuchs in armen Verhältnissen auf, er lebte in einem von Drogen gekennzeichnetem Viertel, und obwohl er gut in der Schule war, bemerkte er, dass viele Schwarze in seinem Umfeld keine Karriere anstreben konnten. Er träumte davon Architekt zu werden, doch bis heute ist sein Traum nicht in Erfüllung gegangen.Als Jugendlicher wechselte er seinen Freundeskreis und er bemerkte immer mehr, dass er in einen Teufelskreis aus Kriminalität und Drogen abrutschte. Schließlich konnte er sich von dem schlechten Einfluss abwenden und ist nun Sozialarbeiter geworden, um den schwarzen Kindern seines Viertels ein Vorbild zu sein. Er protestiert oft gegen die Polizei, dennoch hat er nie einen Polizistin attackiert. Er sagt: „Man kann nichts Böses mit Bösem bekämpfen.“ Dieser Satz ist mir sehr in Erinnerung geblieben. Stattdessen meint Rick, dass man durch die Medien und durch Gespräche Rassismus effektiver bekämpfen kann. Durch die Gespräche mit unseren Gästen ist mir aufgefallen, dass mir viele Geschichten bekannt vorkommen, da sie auch in Deutschland passieren. Laut Rick werden seit Trumps Amtszeit die Menschen unterteilt in „Mexikaner“, „Ausländer“ oder „Muslimen“ und werden nun offen dafür diskriminiert. In Deutschland sehen wir ähnliche Entwicklungen mit der AfD, die offen gegen Muslime, Ausländer und Juden hetzen.

Aus den Gesprächen mit unseren Gästen wurde mir eines klar: Ich bin der Meinung, dass es immer Rassismus geben wird, jedoch bin ich guter Hoffnung, dass man durch gegenseitiges Zuhören, Verständnis und durch kritischen Perspektivwechsel die Probleme langfristig lösen kann.